2. Rockblog: Peter Maffay auf der QM 2

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Der erste Seetag. Windstärke sechs bis sieben. Trotzdem ist der Seegang nur leicht spürbar. Genau dafür ist die Queen Mary 2 gebaut worden. Wenn sie den Atlantik als einziger Oceanliner durchfurcht, liegt sie so ruhig im Wasser wie kein anderes Schiff. Schön für uns. Kaum einer ist seekrank. Und Peter Maffay erkundet das Schiff: Ein Blick in die Küche, Kochmütze auf und einmal die Tagessuppe gerührt. Das darf nicht jeder.

Peter Maffay hält sich fit

Dann wuchtet er in der Fitness Area ein paar Hanteln. Das darf jeder. Aber nicht jeder schafft die Kilos, die Peter nach oben stemmt. Wir hätten jetzt mindestens einen Muskelfaserriss.

Peter Maffay rockt die Queen Mary 2- Kraft tanken f¸r die Konzerte

Morgens der Empfang im Queens Room. Peter Maffay schüttelt hunderte Hände, auch die von Commodore Christopher Rynd, dem Chef des Schiffes. Um siebzehn Uhr beginnt der Soundcheck. Irgendwas klimpert da komisch. Hat die Queen Mary 2 eine Schraube locker? Bernie, Peters Profi auf der Bühne, entdeckt schließlich den Fehler: Die Glasumrandung im Oberrang hat noch nie soviel Druck auf die Oberfläche bekommen und wehrt sich. Das widerspenstige Material wird mit Stoff abgehängt und macht fortan kein Theater mehr im Theater. Dann die Stars at Sea – Premiere auf der Queen Mary 2: Peter Maffay live – die erste von drei Shows. Jeder der 2600 Passagiere kann eine Show sehen, hat die Tickets automatisch auf seine Kabine bekommen. „Carambolage“ , „Karneval der Nacht“ – es geht gut los.

Dresscode Jeans on

Noch nie wurde in 175 Jahren Reedereigeschichte auf einem Cunard-Schiff gerockt. Und noch nie durften alle ihre Anzüge und Smokings zuhause lassen. Es gilt der Dresscode „Jeans on“.

Peter Maffay rockt die Queen Mary 2

Peter Maffay ist völlig angefasst. Er kann es nicht glauben, dass unter ihm der Ozean ist und er auf der Queen Mary 2 spielt. Die Fans sind schon bei der ersten Nummer aufgesprungen und vor die Bühne gestürmt. Draußen vor den Türen stehen nochmal Dutzende. Sie haben erst Karten für morgen, aber hören schon mal, was da kommt: „Und es war Sommer“, „Über sieben Brücken musst Du geh’n“, „Sonne in der Nacht“. Okay, ein paar Hits wie „So bist Du“, „Josie“ oder „Eiszeit“ fehlen. Dafür hat er einen Special Guest mit auf der Bühne: Laith Al-Deen. Auch der rockt (soult) mit seinen Hits „Dein Lied“ und „Bilder von Dir“ das ehrwürdige Theater. Nach zweieinhalb Stunden verlässt Peter Maffay stürmisch gefeiert und überglücklich die schwimmende Bühne. Schon jetzt ein Konzert, „dass wir nie vergessen werden“, so Mitglieder seiner Band. Und wir von Stars at Sea sind mehr als happy. Und freuen uns auf Oslo.

 

(Fotos: Uwe Bahn & Public Address/Stefan Hoyer)