Peter Maffay – Interview

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Für die Stars at Sea – Tour im November 2013 auf der Queen Mary 2 wurde Peter Maffay jetzt von der Stadt Hamburg ausgezeichnet. Anlässlich der Preisverleihung hier das Interview, das Stars at Sea-Produzent Uwe Bahn mit ihm geführt hat.

Frage: Wie lange hat die Reise angehalten in Deinem Kopf?
Peter Maffay: „Bis jetzt. Alles sehr lebendig immer noch. Die Atmosphäre war grandios. Mit Hardcore-Fans ein paar Tage zusammen zu sein, 2600 waren es glaube ich. Das war auch nicht unangenehm, man könnte ja auch glauben, dass das zu eng wird. Das haben wir ganz gut gehandelt. Ich glaube, alle waren ziemlich zufrieden.“

Frage: Es gab ja zwischendurch Windstärke 8 bis 9 – hast Du das auf der Bühne gemerkt?
Peter Maffay: „Ich habe es gemerkt, weil man sich natürlich auf der Bühne bewegt. Da sind dieses Mal so manche Schritte nicht so rund abgelaufen, wie das normalerweise passiert. Aber es war nicht tragisch. Das ist ein unglaublich stabiles Schiff. Von so einem Seegang, so einem Wind merkt man auf anderen Schiffen sicherlich sehr viel mehr.“

Frage: „Jetzt bist Du geehrt worden von der Stadt Hamburg für die Stars at Sea – Tour. Du bist ja nicht gerade ein Norddeutscher, ein Maritimer…“

Peter Maffay: „Es erhöht meine Affinität zu Hamburg, die eh’ schon groß ist. In Hamburg hat vieles für uns begonnen: In Hamburg war meine erste Schallplattenfirma. Ich habe leider Gottes den Starclub in Hamburg verpasst, aber für mich ist Hamburg immer noch Rock’n Roll City. Wir beginnen die nächste Tour in Hamburg einmal mehr. Also Hamburg ist ein gutes Pflaster. Ich habe Freunde hier, uns verbindet das Faible Motorrad. Der Hafen ist ein Tor zur Welt, auch wenn sich vieles verändert hat. Diese Sehnsucht ist erhalten geblieben. Und für mich als Landratte erst recht. Ich bin öfter in Hamburg als in jeder anderen Stadt.“

„Lass‘ uns einen Kalender zücken und gleich den nächsten Termin vereinbaren!“

Frage: Wieviel Seefahrt hast Du jetzt in Dir?
Peter Maffay: „Berührung mit dem Wasser habe ich schon, ich lebe ja auf Mallorca und wie man weiß ist das eine Insel (lacht). Ich habe auch ein kleines Boot, mit dem ich ein paar Meilen rausfahre. Aber ich bin natürlich kein Seebär im klassischen Sinne. Das Wasser ist aber faszinierend. Seine Macht ist wunderschön, auch die Gewalt, die es darstellt. Ich bin ein paar Mal mit Schiffen unterwegs gewesen, auch in der Antarktis und hab’ das erlebt. Da ging es dann richtig zur Sache. Vor dem Meer muss man Respekt haben, aber das Meer schenkt einem auch sehr viel. Allein zum Horizont zu gucken und zu spüren, dass er sich immer weiter nach vorne verschiebt, dass diese Reise nie aufhört – das ist ein schönes Thema.“

Frage: „Was hältst Du grundsätzlich vom Konzept „Stars at Sea“?“
Peter Maffay: „Ist geil. Wir haben ja nicht nur Konzerte gespielt auf diesem Trip. Es gab auch Vorträge, man hatte die Möglichkeit, sich ein bißchen zu nähern. Eine solche Situation gibt es eigentlich im normalen Leben nicht. Also aus der Kabine rauszugehen, jemanden über den Weg zu laufen und zu sagen, wir trinken ein Bier zusammen. Ich weiß auch nicht, ob ich das 14 Tage hintereinander durchstehen würde, aber so fünf Tage überhaupt kein Problem. Man kann sich da auch verständigen, die Leute sind sehr respektvoll. Ich habe mich auf jeden Fall sehr gut gefühlt, weil es eben mehr war, als nur Musik zu spielen.“

Frage: „Wird es eine Fortsetzung der Stars at Sea – Tour mit Peter Maffay geben?“
Peter Maffay: „Lass’ uns einen Kalender zücken und gleich den nächsten Termin vereinbaren.“

(Foto: Stefan Hoyer)