Fury-Cruise: Won’t forget these days!

Fünf Tage mit „Fury in the Slaughterhouse“ und Stars at Sea durch die Nordsee. Ein ganz besonderes Happening mit einer legendären Band, die Musikgeschichte geschrieben hat. UWE BAHN war dabei. Der Blog von Bord, Folge 2:

„Won’t forget these days“ – ist nicht nur der Hit von Fury in the Slaughterhouse. Es wird zur Hymne dieser einzigartigen Erlebnis-Kreuzfahrt. Diese fünf Tage auf „Mein Schiff 3“ von TUI Cruises wird niemand vergessen. Zum großen Finale haben sich alle Freunde und Fans noch einmal kurz nach 23 Uhr auf dem Pooldeck versammelt zur „All Star Jam“. Selbst der Whirlpool ist besetzt bei kühlem Nordseewetter. Es war wie ein Klassentreffen. Ob an Bord oder an Land.

Tagsüber der Landgang in Helgoland. Bei der zwanzigminütigen Überfahrt mit dem Tenderboot, wurde so manche Magengrube aktiv. Aber immerhin: Wir waren dort! Auf dem Weg zur „Langen Anna“, dem berühmten Felsen sah man sich, vor der „Bunten Kuh“, dem Treffpunkt in einer der Hummerbuden. An Bord des Schiffes hätte Bedienung Dominic vermutlich die Probezeit nicht überstanden. Patzig, pampig, arrogant. Davon gibt es einige Exemplare auf Deutschlands einziger Hochsee-Insel. Eine andere Welt auf Helgolands vorgelagerter Düne. Dort ist nicht nur der Flugplatz, sondern auch die Heimat dutzender Kegelrobben und Seehunde. Eine Erlebnis-Exkursion.

Eine besondere Veranstaltung gab es an Bord. Die Verleihung des „Platin-Schlitzohrs“ an Rolf Zuckowski. Der Internationale Club der Schlitzohren e.V. wurde in Deutschland mit dem Ziel gegründet, bedürftige Kinder in aller Welt zu unterstützen. Im Mittelpunkt steht die Hilfe zur Selbsthilfe. In den vergangenen Jahren unterstützte der Club mehr als 1.200 Projekte in mehr als 70 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika, aber auch in Europa. Das „Goldene Schlitzohr“ wird seit 1985 verliehen.

„Platin-Schlitzohr“ Rolf Zuckowski

Berühmte Preisträger waren bisher u.a. Peter Ustinov, Thomas Gottschalk oder auch Peter Maffay. Standing Ovations für Rolf Zuchowski, als er den Preis im Theater von „Mein Schiff 3“ entgegennahm. Am nächsten Tag spielte er seine größten Hits mit Gitarre dann sogar für die Kleinen (und ihre Eltern) im „Kids-Club“. Einfach ein wirklich toller Typ und weit mehr als die „Weihnachtsbäckerei“…

Wir sind zurück in Bremerhaven und haben die Kabinen geräumt. Nicht wenige mit ein paar Tränen in den Augen. Vielen Dank für alles auf und hinter der Bühne: Jan, Ellen, Jörg, Natalie…und natürlich Fury in the Slaughterhouse & friends: „Won’t forget these days!“

ENDE

Fury & friends Cruise

Fünf Tage geht es mit „Fury in the Slaughterhouse“ und Stars at Sea durch die Nordsee. Ein ganz besonderes Happening mit einer legendären Band, die deutsche Musikgeschichte geschrieben hat. UWE BAHN ist dabei. Der Blog von Bord, Folge 1:

Erst Full Metal, jetzt Fury. „Mein Schiff 3“ von TUI Cruises ist die schwimmende Bühne für zwei große Eventreisen zur See. Sieben Mal haben sich schon die Metaller zur „Full Metal Cruise“ getroffen, der härtesten Kreuzfahrt Europas. Nun verlassen die Metalheads das Schiff und übergeben hier in Bremerhaven den Anker an die Fury-Fans.

„Fury in the Slaughterhouse & friends“ heißt die Stars at Sea Tour durch die Nordsee. Friends, das sind nicht nur die 2.500 Fans, sondern auch andere Musiker und Bands wie „Terry Hoax“, „Fools Garden“ oder „Fischer Z“.

Kreuzfahrt nach Amsterdam und Helgoland

Das Wetter kann sich bei der Ausfahrt nicht entscheiden: Regenschauer oder strahlender Sonnenschein. Der Kompromiss sind drei Regenbogen am Himmel über Bremerhaven. Zu dieser besonderen „Lighshow“ fahren wir hinaus – „Fury in the Slaughterhouse“ steigen auf die Bühne am Pool und spielen zwei Songs zum Auslaufen. Die Reise nach Amsterdam und Helgoland kann beginnen.

Kai und Thorsten Wingenfelder, die beiden Front-Brüder von Fury, sind erprobte Seebären. Sie waren schon zweimal bei Stars at Sea mit Peter Maffay mit dabei, mit ihrer Zweitband. Benannt nach dem gemeinsamen Familiennamen „Wingenfelder“.

Der Orkan auf der Nordsee bleibt aus, dafür gibt’s den um 21 Uhr im Theater. Wie verlorene Söhne werden „Fury in the Slaughterhouse“ gefeiert. Schon das erste der drei Konzerte ist ein Triumph – wie die ganze Comeback-Tour auf dem Festland. Von „Radio Orchid“ bis „Time to wonder“ – ein Schiff in Massenkaraoke. Jeder Song wird mitgesungen. So wie die Metalheads trinkfest waren, so sind die Fury Fans textsicher. Dreimal wird die Band im Theater spielen.

Dazu das umfangreiche Rahmenprogramm: „Terry Hoax“ rocken in der Schau Bar, Klaus Büchner von Torfrock hält eine Lesung in der TUI Bar. Ich habe Showtime im Klanghaus: „Ship happens“ – eine rockige Reise durch die Geschichte der Kreuzfahrt. Von der Titanic bis heute. Es ist rappelvoll. Kein Vortrag, mehr eine Powerpoint –Party. Es hat Riesenspaß gemacht!

Am nächsten Tag liegen wir in Amsterdam. Weit außerhalb im Stückguthafen. Statt Grachten gibt’s Gabelstapler. Dieser Liegeplatz hat mich schon vor sechs Wochen mit der Europa 2 genervt und nun konnten wir das leider auch nicht vermeiden, weil die Terminals im Zentrum voll sind. Immerhin gibt’s einen Shuttle. Keiner muss mit einem LKW trampen.

Heute Abend eine besondere Veranstaltung im Theater. Die Verleihung des Platin-Schlitzohres. Mit viel Prominenz und einem sehr, sehr guten Zweck. Mehr dazu im nächsten Blog.

Peter Maffay III auf der Queen Mary 2

Für alle, die nicht dabei sein konnten, gibt es die „Flaschenpost“ von der Stars at Sea – Tour mit Peter Maffay. Und natürlich auch für alle, die mitgereist sind. Der Blog von Bord von Stars at Sea-Gründer und Gastgeber UWE BAHN. Hier die letzte Folge.  

„Thorsten!!“ Das ganze Illumintations schreit den Vornamen des Wingenfelder-Bruder. Kai, der andere, sitzt neben mir. Nur „Thorsten“ hat es wohl vergessen, dass auch er jetzt in der „Stars at Sea“-Talkshow sein sollte. Stattdessen steht er unter der Dusche und bekommt das Geschrei nicht mit. Das kommt ab sofort immer, wenn ich auf den leeren Stuhl zeige und sage: „Dort sitzt eigentlich….?“ „Thorsten!!!“ Genau. Und so wird „Thorsten“ zum geflügelten Wort dieser Reise.

Thorsten!!!

Die beiden Brüder Wingenfelder spielen mit ihrer gleichnamigen Band immer im Queens Room, wenn Peter Maffay im Theater performt. Sie sind ja selbst ein Stück deutscher Musik-Geschichte, die sie über Jahre mit „Fury in the Slaughterhouse“ geschrieben haben. Und Wingenfelder sind weit mehr als eine „Zweitband“. Auch durch sie entsteht in diesen „Stars at Sea“-Tagen diese einzigartige Atmosphäre.

Auch wenn es eine schlechte Nachricht gibt: Wegen starken Seenebels können wir die Tenderboote vor dem geplanten Hafen nicht herablassen. Ein Containerriese könnte die „kleinen Queen Marys“ übersehen – das möchte Captain Christopher Wells nicht verantworten. Alle sehen es ein – St. Peter Port auf Guernsey muss ausfallen.

Vortrag Ship happens als Powerpoint-Party

Dafür liegen wir am nächsten Morgen in Southampton, Pier 46. Ein historischer Ort. Denn genau gegenüber am Liegeplatz 44 begann am 10. April 1912 die verhängnisvolle Jungfernfahrt der Titanic. Die Spuren der Katastrophe können im Sea City Museum nacherlebt werden. Ich sammle weitere Informationen zu dem Thema. Passt zu meinem Vortrag „Ship happens“, den ich zweimal im „Illuminations“ an Bord halte.

Es ist eine rockige Reise durch die Kreuzfahrt – von der Titanic bis heute. Das Passagier-Publikum ist großartig – es ist fast wie eine Powerpoint–Party. Sie hören zu und sie johlen bei den Stories. Vor allem als ich erzähle, wie es mit dem Rockliner mit Udo Lindenberg 2010 begann und wie eine Sicherheitsübung bei einer Full Metal Cruise so abläuft.

Einige von Peters Crew und Band waren beim ersten Rockliner dabei. Pascal Krawetz und Carl Carlton zum Beispiel. Und auch Bertram Engel. Im Vergleich zu einem Konzert „auf dem Festland“, laufen sich hier auf der Queen Mary 2 alle über den Weg. Sechs Tage lang. Ob in den Workshops, Vorträgen oder Konzerten. Das ist das besondere Feeling, was „Stars at Sea“ so zu einem einzigartigen Erlebnis macht. Und auch Überraschungsgäste wie Johannes Oerding, der nach zwei Shows an Bord zu einer eigenen Show in Bocholt ausgeflogen wurde.

Und auch Peter Maffay spürt dieses Feeling und sendet es aus. Er ist locker, scherzt mit den Bandkollegen auf der Bühne und krabbelt bei der Auktion zu Gunsten seiner Stiftung sogar in einer Koffer. Der geht dann für 4.000 US-Dollar weg. Viele sind sich einig: Es war die beste der drei Touren auf der Queen Mary 2 und die Unplugged-Tour vermutlich die beste seiner Karriere. Das ist auch hier im Royal Court Theatre so – die Konzerte sind grandios.

Peter Maffay möchte wieder auf der Queen Mary 2 spielen

Die Verabschiedung am letzten Abend passt dazu: Peter ist angefasst und signalisiert uns: Ich möchte wieder auf der Queen Mary 2 spielen. Wir haben nichts dagegen und sind sicher: Nach dieser Reise lassen sich 2.600 Leute auf die Warteliste setzen. Auch da haben wir nichts dagegen: Ihr wart ein Superpublikum – danke! Dann muss natürlich einer auf jeden Fall wieder mit… “Thorsten!!!“ ENDE

Fotos: Laura Besch und Martin Huch

Peter Maffay III auf der Queen Mary 2

Für alle, die nicht dabei sein können, gibt es die „Flaschenpost“ von der Stars at Sea – Tour mit Peter Maffay. Und natürlich auch für alle, die mitreisen. Der Blog von Bord von Stars at Sea-Gründer und Gastgeber UWE BAHN. Hier die zweite Folge.  

Auf meiner ersten Reise mit der Queen Mary 2 im Jahre 2005 hat mich der Maetre im Restaurant zurückgeschickt. Ich hatte keine Krawatte um den Hals. So gehe das nicht. Der Dresscode, der gehört bei Cunard dazu. Das hat Tradition seit mehr als 175 Jahren. Solange gibt es die Reederei schließlich schon.

Dresscode als Stresscode: Peter Maffay im Smoking?

Uns war klar, als wir 2013 „Stars at Sea“ gestartet haben: Wenn wir das Schiff rocken wollen, ist dieser Dresscode ein Stresscode. Und Peter Maffay im Smoking? Dann kann er gleich als Pinguin durch die Antarktis hüpfen. Wir sind hier nicht auf einer Konfirmation, sondern auf einem Konzert. Und wir haben es geschafft. Es gilt bei „Stars at Sea“ auf der Queen Mary 2: Jeans on! Danke Anja Tabarelli und David Rousham von Cunard. Wir wissen, das sehr zu schätzen. Den Dresscode bei euch aufzuweichen, ist ungefähr so, als wenn beim Fußball das „abseits“ abgeschafft wird.

Nun sind wir das vierte Mal – in Jeans – an Bord. Letztes Jahr mit David Garrett, jetzt zum 3. Mal mit Peter Maffay. Alle 2600 Passagiere haben die Eintrittskarten für eines der Konzerte direkt auf die Kabine bekommen. Zusammen mit unserem kleinen „Stars at sea“ – Seesack. Ich gehe wieder in dasselbe Restaurant. Pfeifend, mit einer Basecap auf dem Kopf, passiere ich lächelnd den Maetre. Ohne Schlips. Geiles Gefühl.

Punkt 22 Uhr stehe ich auf der Bühne des Royal Court Theatre und mache die Ansage: „Stars at Sea 2018. Live auf der Queen Mary 2 – hier ist er mit seiner Band: Peter Maffay!!!“ Es geht los mit „Gelobtes Land“ und dann spielt dieser Typ das beste Konzert, was ich von ihm bisher auf der Queen Mary 2 gesehen habe. Die „unplugged“-Tournee war ja schon ein Triumph an Land – hier an Bord ist es noch intensiver. Privater und intimer.

Johannes Oerding als „special guest“

Sogar seine ganz alten Songs wie „Du“ oder „So bist Du“ bekommen akustisch ein ganz neues Leben. Als Special Guest ist Johannes Oerding von der „Festlandstournee“ mit dabei. Zumindest für zwei Shows, dann muss er von Southampton schnell nach London und mit dem Flieger zum eigenen Konzert in Deutschland. In Bocholt, glaube ich. Er passt perfekt zu Peter. „Eiszeit“ und „Über sieben Brücken“ bekommen durch dieses Duett eine besondere Magic.

Die Passagiere im Royal Court Theatre feiern ein Fest und jeder spürt es: Die Queen Mary 2 – das ist für Peter Maffay ein musikalisches Zuhause geworden. Euphorisch werden er und seine Band nach zwei Stunden Show von den Fans verabschiedet. Ein phantastischer Abend. Morgen wollen wir vor St. Peter Port auf der Kanalinsel Guernsey den Anker werfen. Aber es ist „suppig“ draußen, Seenebel ist aufgezogen.

Peter Maffay III auf der Queen Mary 2

Für alle, die nicht dabei sein können, gibt es die „Flaschenpost“ von der Stars at Sea – Tour mit Peter Maffay. Und natürlich auch für alle, die mitreisen. Der Blog von Bord von Stars at Sea-Gründer und Gastgeber UWE BAHN. Hier die erste Folge.  

Wir hören das Knattern der Motoren. Dann ist er da. Standesgemäß fährt Peter Maffay mit der Harley vor, begleitet von einer ganzen Motorradstaffel. Für die letzten Meter hat er den Helm abgenommen. Bevor die Fans rätseln, welcher der Männer in Motorrad-Kutte denn wohl der Peter sein könnte.

2600 Fans checken in Hamburg am Kreuzfahrtterminal Steinwerder ein. Hier liegt sie, die Queen Mary 2, und wir stechen zum dritten Mal zur „Stars at sea“-Tour mit Peter Maffay und seiner Band in See. Wieder restlos ausverkauft. Es ist eben anders als bei einem normalen Konzert. Sechs Tage Urlaub auf See mit dem Idol.

Es geht nach St. Peter Port und Southampton

An Land werden wir natürlich auch sein. Wir werden in St. Peter Port festmachen. Das passt doch bestens vom Namen. Der Hafen auf der Kanalinsel Guernsey ist unsere erste Station, dann noch das britische Southampton, wo die Queen Mary 2 ein Heimspiel hat. Dort startet sie ja immer zu den Transatlantiktouren mit Kurs New York. Wie die Titanic, die hier am 10. April 1912 zu ihrer verhängnisvollen Jungfernfahrt aufbrach.

Unterdessen kämpft sich Peter Maffay durch das Spalier der Fans, die Band ist auch schon da und Johannes Oerding, der sich zumindest für drei Tage mit eingebucht hat. Er hat ja Peter schon auf der unplugged Tour begleitet. Schnell ein Shooting vor dem Bug der Queen Mary 2, dann geht es an Bord um die Seesäcke verstauen. Was auf dieser Tour anders ist: das Wetter. Hamburg hat Hochsommer.

Auslaufen in Hamburg: Peter Maffay prostet mit Prosecco

Punkt 19 Uhr zum Auslaufen haben wir uns im Heck versammelt und Peter Maffay begrüßt seine 2600 Matrosen. „Und es war Sommer, das erste Mal im Leben“, ertönt aus der Anlage und das ganze Schiff singt mit. Peter prostet mit Prosecco zu. Auf den ersten beiden Touren hätte er das nur mit Glühwein machen können. Es war zu kühl, um das Verlassen von Hamburg zu zelebrieren.

Nun schiebt sich die Queen Mary 2 im Sonnenschein die Elbe hinunter, das Ufer bis hinter Wedel ist gesäumt mit Menschen, die uns zuwinken. Das tun sie immer, wenn die Queen Mary 2 da ist. Sie ist längst zum Wahrzeichen von Hamburg geworden.

Proben bis weit nach Mitternacht

Heute gehen wir es an Bord noch ruhig an. Peter probt mit seiner Band bis weit nach Mitternacht im Royal Court Theatre, wo er drei Konzerte geben wird. Ich stimme mich gedanklich auf meinen Vortrag „Ship happens“ im Illuminations ein. Eine rockige Reise durch die Kreuzfahrt. Von der Titanic bis heute. Und ich werde morgen natürlich auch erzählen, wie mit dem Rockliner und Udo Lindenberg 2010 alles begann.

Und nun sind wir nach der Triumph-Tour mit David Garrett im letzten Jahr bereits zum 3. Mal mit Peter Maffay auf der Queen Mary 2. Die Reise kann beginnen.

David Garrett gibt 2.600 Autogramme!

Es ist das Konzertereignis auf See: Die Stars at Sea – Tour mit David Garrett auf der Queen Mary 2. Mit 2.600 Fans ist der legendäre Cunard-Oceanliner restlos ausverkauft. Der Blog direkt von Bord von Stars at Sea – Gründer UWE BAHN. Letzte Folge

Was da gestern Abend zwischen 18 und 21 Uhr auf der Queen Mary 2 passierte, das habe ich noch bei keinem Star erlebt. Auf See schon gar nicht, und da haben wir immerhin auch schon einige Cruises produziert.

David Garrett hat uns schon zu Beginn dieser Stars at Sea – Tour klargemacht, dass jeder Fan an Bord ihn persönlich treffen kann. Puhhh, wie soll das gehen? Es sind 2.600 Passagiere an Bord. Seine Antwort: Autogrammstunde. Sorry, David aber dann reden wir hier nicht von Stunde, sondern von Stunden. Und so kommt es.

David Garrett am Ende im Schneidersitz auf dem Tisch

Drei Stunden sitzt er am Stars at Sea – Tisch in der Grand Lobby auf Deck 3. Das ganze Schiff ist eine einzige Schlange. Lange stehen sie und warten. Auch eine besondere Leistung. Und dann hat dieser Mann wirklich jedem ein Autogramm gegeben. Inklusive Erinnerungsfoto. Sein Manager Jörg fungiert als Fotograf, hat gefühlte 1.500 Smartphones und 800 Kameras in der Hand.

Zwei Stunden sitzt David Garrett am Tisch und bringt den schwarzen Edding zum Glühen. Dann Positionswechsel und die nächste Stunde im Schneidersitz auf dem Tisch. Muskuläre Entlastung, er muss ja heute Abend noch arbeiten. Die Fans überreichen Liebesbriefe, selbstgemalte Bilder und Kuschel-Eichhörnchen.

…und dann noch Konzert.

In die Dankbarkeit mischt sich langsam Mitleid: Der muss doch gleich noch ein Konzert geben! Das tut er. Nach einem kurzen Powerschlaf. Über zwei Stunden steht er danach wieder mit seiner Band auf der Bühne vom Royal Court Theatre. Lächelnd.

Magic Moments an Bord

Es ist schon wieder da, was wir gerne „Magic Moments“ nennen. Diese Momente, die anders sind als Katalogangebote. Einzigartig. Eine Schiffsgemeinschaft, die eine sonderbare Chemie entstehen lässt. Ein Star und seine Fans sind fünf Tage an einem Magic Place. Oh Gott, ich werde sentimental, weil wir morgen alle von Bord müssen. Danach in dieses Alltagsloch fallen.

Gerade komme ich von meinem Vortrag aus dem „Illuminations“, dem Planetarium und habe eine Stunde über die Geschichte der Kreuzfahrt erzählt: „Von der Titanic bis zur Queen Mary 2“. Auch hier diese Schiffsgemeinschaft mit den 600 Leuten im vollen Saal. Es hat mir so einen Spaß gemacht! Heute Abend die letzte Show von David Garrett um 22 Uhr im Royal Court Theatre.

Die nächsten Touren mit Peter Maffay und Fury in the Slaughterhouse

Tausend Dank an ihn und sein ganzes Team, von den Musikern bis zum Management. Es war/ist eine große Freude mit euch zu arbeiten! Danke an das Queen Mary 2 – Team von Cunard mit Anja Tabarelli. Danke, dass wir euer Schiff haben. Danke an Jan und das großartige Stars at Sea – Team.

Und vor allem: Danke an alle, die dabei waren oder in Gedanken dabei waren! Wir freuen uns riesig auf die Stars at Sea – Touren 2018 mit Peter Maffay auf der Queen Mary 2 und Fury in the Slaugterhouse auf „Mein Schiff 3“!

Morgen sind wir wieder in Hamburg. Wo alles begann. Ich muss jetzt meinen Koffer packen. Der muss spätestens um 2 Uhr heute Nacht vor der Kabinentür stehen. ENDE

Das erste Konzert von David Garrett

Es ist das Konzertereignis auf See: Die Stars at Sea – Tour mit David Garrett auf der Queen Mary 2. Mit 2.600 Fans ist der legendäre Cunard-Oceanliner restlos ausverkauft. Der Blog direkt von Bord von Stars at Sea – Gründer UWE BAHN. Folge 3

Den Sonnenaufgang im Oslo-Fjord hat sich die Reederei Cunard richtig was kosten lassen. Der muss richtig teuer gewesen sein. Gelb-rot glühend taucht die Sonne hinter den kleinen Inselchen am Horizont auf und spiegelt sich im glatten Wasser. Die wenigen Wellen kommen von uns, der Queen Mary 2, die Kurs auf Norwegens Hauptstadt nimmt.

David Garrett: Showtime bis 0:30 Uhr

Ein paar Passagiere sind schon wach, flanieren auf den Außendecks an der Reling entlang. Eisig ist es und kurz nach halb acht. Ich treffe einige, die saßen vor wenigen Stunden noch im Royal Court Theatre. Bis null Uhr dreißig! So lange ging die erste Stars at Sea – Show von David Garrett und seiner Band.

Showtime Punkt 22 Uhr. Während das prall gefüllte Theater erwartungsvoll zur Bühne schaut, steht David vor dem Eingang und wandert auf und ab. Letzte Konzentration, immerhin die Premiere auf einem Schiff. Dann erklingen die ersten Töne seiner Geige und er spielt sich durch die Reihen seiner Fans hinauf auf die Bühne.

Die Fans sind raus aus dem Ohnmachtsalter

Zwischendurch vereinzelte weibliche Schreie, die es den 60igern bei den Beatles, in den 70igern bei den Bay City Rollers gab. Und jetzt bei David Garrett gibt. Zum Glück sind sie alle aus dem Ohnmachtsalter raus.

Cross Over ist das Programm von David. Rock-Klassiker wie „Kashmir“ und „Born in the USA“. Oder „Viva la vida“ von Coldplay. Bei „You’re the Inspiration“ scheint seine Geige zu weinen.

So schnell – die Beats per minute werden seekrank 

Neben mir steht Anja Tabarelli, die Cunard-Chefin aus Deutschland. Mit feuchten Augen. Es kann sich nur um Sekunden handeln, bis sie einen Teddybär mit ihrer Privatnummer auf die Bühne wirft. Sie hat ein Riesen-Herz und selbst einen Teddybären verdient. Ohne Anja und ihr Team wären wir nicht hier mit Stars at Sea auf der Queen Mary 2. Nicht zweimal mit Peter Maffay und nicht jetzt das erste Mal mit David Garrett.

Der greift und streicht ein Tempo auf seiner Geige, dass die Beats per Minute seekrank werden. Das ist nicht nur hohe Musikkunst, das ist Hochleistungssport. Zwischendurch immer wieder Lockerungsübungen mit seinen Fingern, von denen er dreißig zu haben scheint.

28 Songs spielen David und seine Band – mit „One Moment in time“ endet sein erstes Konzert auf einem Kreuzfahrtschiff. Intimer (Liebe Fans, jetzt nicht gleich wieder wuschig werden…) geht es wirklich nicht. Bei einem Konzert auf dem Festland, fahrt ihr danach mit dem PKW nach Hause.

Stars at Sea – einzigartige Erlebnisse

Bei Stars at Sea wisst ihr: Vier, fünf Tage verbringt ihr euren Urlaub mit David Garrett (oder Peter Maffay). Ihr seht ihn am nächsten Tag schon wieder. In der Talkshow, vielleicht beim Essen, auf jeden Fall bei der Autogrammstunde. Die beginnt jetzt gleich. Dafür nimmt sich David zwei Stunden Zeit. Zwei Stunden non stop mit dem Edding in der Hand und danach das zweite Konzert. Danke, David! Wir wissen das sehr zu schätzen.

Die Stars at Sea-Cruises sollen für euch alle (für uns auch) ein einzigartiges Erlebnis sein. Eines, dass ihr nie mehr vergesst. Erzählt es bitte weiter, wenn es euch gefällt. Morgen mehr. Ich muss kurz checken, ob der Edding funktioniert…

David Garrett hat die Kabinennummer…

Es ist das Konzertereignis auf See: Die Stars at Sea – Tour mit David Garrett auf der Queen Mary 2. Mit 2.600 Fans ist der legendäre Cunard-Oceanliner restlos ausverkauft. Der Blog direkt von Bord von Stars at Sea – Gründer UWE BAHN. Folge 2

Der erste Abend an Bord ist ruhig. Vor allem die See. Die Queen Mary 2 liegt stabil wie ein Brett. Es dauert ja, bis 2.600 Passagiere ihre Koffer ausgepackt haben, die Mehrheit von ihnen war noch nie auf einer Kreuzfahrt. Der Grund, warum sie hier sind, hat auch seine Suite bezogen. Und zwar hat er die Kabinennummer…Moment eben hatte ich doch den Zettel noch…

Family-Ausflug für David Garrett

Sollte ich ihn wiederfinden, könnte es allerdings mit der Ruhe bei dieser Stars at Sea – Tour für ihn vorbei sein. Diese Kreuzfahrt ist auch ein Family-Ausflug für David Garrett. Neben seiner Band sind auch Mutter und Schwester dabei.

Elena heißt die Schwester, ist selbst Musikerin, spielt Klavier und singt. Ironisch-intelligente Texte („Ich bin die Schwester von David Guetta“), anspruchsvoll, Jazz ist ihr Genre. Konzert-Kostproben am Abend im Queens Room. Die nächsten Tage spielt sie dann mit ganzer Band.

Das berühmte Bruderherz checkt derweil zum ersten Mal im Royal Court Theatre. Ich brauche nur drei Minuten zu lauschen, dann ist mir klar: David Garrett wird dermaßen abräumen bei seinen drei Konzerten im Schiffs-Theater.

Workshops mit seiner Band 

Bereits am Vormittag beginnt das volle Stars at sea Programm. Davids Musical Director Franck van der Heijden gibt einen Workshop im Theater. Sympathischer Typ. Er lässt die Fans ins Innenleben schauen, zeigt wie er mit einem Macbook die Songs von David arrangiert, ehe sie dann mit großen Orchester eingespielt werden. Spannend.

Genauso wie der nächste Workshop mit Davids Gitaristen Marcus Wolf. Der demonstriert auf einer Klampfe, wie er mit seiner „Trickkiste“, dem Pedal Bord, mit sich selbst spielen kann. Sparen wir einen weiteren Gitarristen. Und eine Kabine. Großartig!

Talkshow mit David Garrett

Dann begrüße ich um 14 Uhr ein rappelvolles Theater zu „Stars at Sea backstage“, der Talkshow. Anja Tabarelli, die Cunard-Chefin Deutschland und Klaus Kremer, der Küchenchef der Queen Mary 2 sind meine Gäste. Und, ja, er sitzt eine Stunde mit auf der Bühne: David Garrett!

Wir haben uns 2002 bei der Night of the Proms kennengelernt. Ich präsentiere die Show seit zwanzig Jahren und David war in dem Jahr der klassische Solist. Damals war er 22 Jahre. Und jeder spürte: Das ist ein Ausnahmetalent. Er erzählt unglaublich offen, wie das für ihn begann mit den großen Bühnen. Das Interview mit ihm gibt es in einem Extra-Blog.

Jeans on bei Stars at Sea

Ich muss jetzt schnell in die Bordbadewanne. Gleich ist Kapitäns-Empfang. Smoking müssen wir nicht anhaben, bei Stars at Sea gilt „Jeans on“. Aber sich hygienisch aufzubretzeln ist doch wichtig. Einmal die Queen Mary vom Bug bis Heck, das ist fast so lang wie eine Sportplatzrunde. Und einige Runden habe ich heute gedreht. Am Abend dann das erste Konzert von David. Im nächsten Blog alles darüber.

Nach dem Orkan: Willkommen an Bord!

Der Orkan hat einen Tag gestohlen. Nun sticht die restlos ausverkaufte Queen Mary 2 mit David Garrett für fünf Tage in See. Der Blog direkt von Bord von Stars at Sea – Gründer UWE BAHN. Folge 1

„Die Chancen stehen fünfzig/fünfzig, dass die Queen Mary 2 überhaupt reinkommt!“ Was erzählt Jan da am Telefon? Unser Produktionschef von Stars at Sea hat gerade die Info von höchster nautischer Stelle bekommen. Wenn der Orkan weiter so tobt, dann wird die Elbe gesperrt. Horror. Halloween ist doch erst am Dienstag.

Warteschleife vor Helgoland

Ich checke den Seewetterbericht. Heftig ist es draußen, bei zehn Meter hohen Wellen. Die Queen Mary 2 ist bereits vor Helgoland und beginnt Warteschleifen zu fahren. Am frühen Sonntag soll sie am Cruise Terminal in Hamburg Steinwerder festmachen.

Von dort wollen wir mit 2.600 Passagieren und David Garrett an Bord zur Stars at Sea – Tour nach Stavanger, Oslo und zurück. Geplanter Check in: ab 12 Uhr. Restlos ausverkauft ist auch unsere dritte Stars at Sea nach den ersten beiden Cruises mit Peter Maffay. Locker fünf Stunden werden wir brauchen, um das ganze Equipment an Bord zu hieven. Doch wann?

Orkan: Die Elbe wird gesperrt

Dann wird es Gewissheit: Die Elbe wird gesperrt, die Queen Mary muss draußen bleiben in der Deutschen Bucht. Jetzt müssen wir ganz schnell 2.600 Passagiere informieren, die alle gerade ihre Koffer packen, schon auf dem Weg oder sogar schon in Hamburg sind.

Bei der Reederei Cunard geht gerade der Punk um: Sie haben keinen Zugang mehr zu ihrem Büro, denn in Hamburg tobt jetzt die Sturmflut. Teile der Hamburger Hafencity stehen unter Wasser, auch die Cunard Zentrale. Und wir müssen die Fans erreichen! Wie auch immer. Per e-mail, Telefon, Facebook. Über alle Kanäle. Eigentlich geht nur Flaschenpost, denn auch der Hamburger Fischmarkt steht komplett unter Wasser.

David ist in seinem Hotel und blickt auf die Elbe. Standby. Dann die Info: Alles verschiebt sich um genau 24 Stunden. Der Ausfalltag Stavanger wird von der Reederei ersetzt und jeder Gast bekommt zusätzlich 100 US-Dollar Bordguthaben. Entschieden innerhalb von wenigen Minuten.

Cunard in Southampton und Hamburg, das ist wirklich phantastisch! Schnelle Hilfe, ohne Bürokratie. Great! Wir wissen, warum wir zum 3. Mal Stars at Sea auf der Queen Mary 2 machen. ThanXXL.

Sie ist da! David Garrett postet Queen Mary 2 – Video

Nicht jeder Passagier wird erreicht, aber David postet auf Facebook die Infos, Cunard und auch wir. Und die Leute helfen sich untereinander, Community in ihrem ursprünglichsten Sinne. Am späten Sonntag Abend stellt David ein selbstgedrehtes Smartphone-Video rein: Die Queen Mary 2 hat Hamburg erreicht. Endlich.

Willkommen an Bord!

Und nun liegt sie in Hamburg bei strahlendem Sonnerschein am Cruise Terminal. So, als wäre nichts gewesen. Ich habe das Gefühl, durch diesen Orkan sind wir schon eine so eingeschworene Gemeinschaft, bevor die Tour überhaupt begonnen hat. Es wird eine ganz besondere Reise. Willkommen an Bord!

Full Metal Cruise – Captain im Pool

Um vier Uhr morgens haben wir Málaga erreicht. Einige verfolgen die Einfahrt. Die Zeit passt zur ihrem Bord-Biorhythmus. Sie sind nicht schon, sondern noch wach. Zwei Tage liegt „Mein Schiff 2“ in der Stadt, in der Pablo Picasso geboren wurde.

Pablo, die männlich Sexpuppe

Unter den Metalheads gibt es  auch einen „Pablo“. Er trägt Hut, Sonnenbrille und ein Full Metal Cruise-Shirt. Sonst nichts.  Pablo ist eine männliche Sexpuppe, die Sonja mitgebracht und mit viel Liebe aufgeblasen hat. Wenn Pablo im Pool schwimmt, ist er völlig nackt und sichtbar erregt. Dann sind auch Pablos Brusthaare zu sehen, die Sonja akribisch mit dem Edding aufgemalt hat. Kreativ-Kreuzfahrt.

Ein anderes Beispiel: Einer hat den schwarzen Dresscode gebrochen und läuft als Horst Schlämmer mit Schnappatmung über die Decks. Und im Treppenhaus reitet ein Metalhead auf einem Staubsauger. Den hat er sich bei der Besatzung geliehen, um die Schnipsel aufzusaugen, die sein Kabinen-Kollege mit der Konfetti-Kanone in die Luft schießt. Wirklich nüchtern sind beide nicht. Ich sehe ihn ein paar Stunden später wieder. Eingeschlafen im Fahrstuhl mit seinem Staubsauger im Arm.

Mittelalter-Metal mit „In Extremo“

Achja Musik gibt es auch. Das Theater kocht über beim ersten Konzert von „In Extremo“ und feiert die Berliner Band mit ihrem „Mittelalter-Metal“.  Mittelalt sind auch die meisten Metalheads auf dieser Tour. Schon etwas in die Jahre gekommen die britischen Rocklegenden von Saxon. Drei Songs halte ich aus – dann muss ich raus aus dem Theater. Die Band spielt eindeutig zu laut. „Da bluten Dir die Ohren!“ Mein Nebenmann bringt es auf den Punkt.

Der letzte Seetag. Und die Zeremonie, die alles über die Full Metal Cruise ausdrückt. Auf dem Pooldeck wird die Crew geehrt. Barkeeper, Housekeeping, Food & Beverage werden gefeiert wie Popstars. Sie und die Metalheads verstehen sich prächtig, respektieren sich gegenseitig. Das ist auf anderen Kreuzfahrten nicht unbedingt so, wenn die Fraktion der Nörgel-Deutschen an Bord ist.

Kapitän mit Pommesgabel im Pool

Zweitausend Passagiere grölen „In den Pool!“ Kapitän Omar Caruna schießt ins Wasser und reckt strahlend die beiden Hände zum Metalgruss („Pommesgabel“) in die Höhe.  Sechs Tage Full Metal Cruise gehen zu Ende. Es war vor allem eines: A lot of fun. Am Pool entdecke ich Pablo, der eindeutig schwächelt: Bei ihm ist die Luft raus.

ENDE